Technologie & Wirkungsweise

Das dreidimensionale Erlebnis der Campaton Klangsäulen

Die Original Campaton Klangsäulen haben annähernd die gleiche Abstrahlcharakteristik wie ein Instrument. Sie bilden das natürliche, originale dreidimensionale Klangbild im Raum ab. Mit diesem Klang kommt auch das zugehörige dreidimensionale Bild – das akustische Raumbild, vor allem, wenn ich die Augen schließe.

Diese Empfindung ist für jede Art von Organismus besonders angenehm, weil dieser Klang als natürlich wahrgenommen wird. Dadurch ist das Musikerlebnis entspannt und stressfrei – keine schrillen Hochtöne oder wummernden Bässe. Kurz gesagt: Balsam für die Seele.

Konzepte Herkömmlicher Akustik-Systeme

Durch herkömmliche Akustiksysteme, d.h. Frontalbeschallung, bzw. Beschallung jeweils gerichtet von einem Abstrahlpunkt, wird unsere Wahrnehmung künstlich nur nach vorne (frontal) geprägt. Das ist jedoch für unser Gehirn nicht natürlich. Das Gehirn ist auf die vollständige Rundumwahrnehmung ausgelegt, die für uns auch einmal überlebensnotwendig war. Fehlt diese akustische Rundum-Information führt das zu einseitiger Belastung. Weiterhin wird die natürliche Fähigkeit des Menschen der räumlichen Zuordnung von Geräuschquellen allmählich degeneriert.

Surround-Sound/Dolby Digital

Das moderne und bei vielen Menschen beliebte Surround-Konzept, bestehend aus 5-7 umstehenden Lautsprechern, stellt zum Beispiel eine grundlegende Umkehrung des Prinzips der Schall-Ausbreitung dar. Wie weiter oben bereits erläutert, folgt Schall einem expansiven, explosiven Prinzip von einem Punkt in alle Richtungen gleichzeitig. Das Surround-Konzept kehrt dieses Prinzip quasi um und richtet Direktschall aus 5-7 verschiedenen Quellen in ein Zentrum, also eine Art Schall-Implosion. Im Zentrum dieser Implosion befindet sich dann der Zuhörer. D.h., Ihr Körper und Ihre Ohren werden 5-7 fach mit direktem Schall “bombardiert” was zu Gehörschäden führt.

Dazu kommt noch, dass das Gehirn durch die künstliche Aufsplittung der 5-7 Kanäle akustisch getäuscht wird. Die hinteren Surround-Lautsprecher geben Geräusche wieder die aber nicht bildlich zuzuordnen sind. Das heißt, wenn Sie hinten ein Geräusch hören, wie z.B. das öffnen einer Tür, schauen Sie das erste und das zweite mal noch hin um zu sehen was da passiert. Da das Auge aber keine Veränderung sieht/Gefahr erkennt, wird dem Gehirn signalisiert das dieses Geräusch o.k. ist und nicht mehr beachtet werden muss und somit konzentrieren Sie sich nur noch auf das Bild vorn. Das Gehirn kann Gefahren von hinten nicht mehr als Gefahr einschätzen und reagiert nicht mehr darauf. Dies kann z.B. beim Auto fahren zur Folge haben, dass Sie sich bei einer herannahenden akustischen Gefahr von hinten nicht mehr umdrehen und diese ignorieren, weil Sie sich ja auf das Bild vorn konzentrieren, wie Sie es vom Sourround-Sound gewohnt sind. Auch der sogenannte Schulterblick wird nicht mehr gemacht. So kann also die “geniale” Erfindung Sourround-Sound/Dolby Digital auch zur tödlichen Gefahr werden. Beobachten Sie sich doch einfach mal selber oder lassen sich mal durch Ihren Beifahrer beobachten beim Auto fahren, wie Sie reagieren im Strassenverkehr.

Was ist Naturschall?

Klang breitet sich natürlicherweise ungerichtet in Form von Kugelwellen aus: Von ihrer Quelle aus bewegen sich alle Frequenzen gleichzeitig in jede Richtung. Den größten Teil des Geräusches erleben wir als Raumklang.

Hören wir den Vogel im Wald pfeifen, hören wir sein Lied wiedergegeben im gesamten Wald. Hängen wir eine normale Lautsprecherbox in den Baum, wird, auch wenn diese Box wesentlich mehr Leistung hat als unser Vogel, schon bald kaum mehr etwas verständliches zu hören sein. Das ist der Unterschied zwischen einem natürlichen Klang und den bisherigen technisch erzeugten Klängen.

Wie ist das möglich? Was geschieht hier?

Der Physiker (möchte nicht mehr genannt werden) ist dieser Frage in unserem Institut für Naturakustik nachgegangen und dem Naturprinzip Kugelschall Anfang der achtziger Jahre auf die Spur gekommen.
Wie jeder natürlich entstandene Klang, breitet sich der Gesang des Vogels kugelförmig von einem Punkt in alle Richtungen des Raums zugleich aus, wobei der Anteil des Direktschalls am Gesamtvolumen nur 10- 15 % ausmacht. 85- 90 % des Gesamtvolumens werden als indirekter Schall abgestrahlt, wodurch der Raumklang entsteht, der über weite Strecken ohne nennenswerte Verluste klar und deutlich hörbar ist. Bei konventionellen Lautsprechern hingegen hören wir nur den Direktschall, der den indirekten Schall fast vollständig überdeckt und damit annähernd 100 % des Gesamtvolumens ausmacht. Ein Raumklang kommt deshalb nicht zustande. Alle Klänge und Geräusche in der Natur, wie auch die Klänge von Musikinstrumenten, die menschliche Stimme in Sprache und Gesang und andere Klänge und Geräusche breiten sich als Kugelschall aus und erzeugen damit Raumklang, der Voraussetzung für ein vollständiges und natürliches Hören ist. Dieser natürliche Raumklang ist auch für die Erhaltung und Wiedersensibilisierung unseres Gehörsinns wichtig.

Durch das Verständnis des Naturprinzips Kugelschall gelang nach weiterer mehrjähriger Forschungsarbeit 1987 die Entwicklung der Klangsäulen, die den Kugelschall originalgetreu reproduzieren können und damit erstmals in der Lage sind, einen echten Raumklang zu erzeugen.

Herkömmliche Boxen-Systeme bleiben auf die Entfaltung von Direktschall oder Flächenschall beschränkt. Das räumliche Hörerlebnis ist daher nur im sogenannten “Stereodreieck” möglich.
Das Abstrahlverhalten der Klangsäulen dagegen ermöglicht es, einen größtmöglichen Anteil des natürlichen und räumlich empfundenen Klangspektrums wiederzugeben.

Wie der Klang entsteht

In der Natur entstehen alle Geräusche oder Klänge physikalisch gesehen nach einem expansiven Grundprinzip: die Frequenzen breiten sich im gleichen Moment von einem Punkt kugelförmig in alle Richtungen aus.

Indirekter Schall wird direkt abgestrahlt. Betrachten wir die menschliche Stimme: Sie entsteht im Kehlkopf (indirekt) und wird über den Mund (direkt) abgestrahlt.

Der Schlagzeuger schlägt auf die Trommel und das Trommelfell strahlt das Signal ab.

Der “Erregerpunkt” ist niemals der “Abstrahlpunkt”.
Es entsteht eine Wellenfront. So erzeugte Klänge und Geräusche werden vom Körper als normal, weil natürlich erkannt und “verarbeitet”.

Bei den Campaton Klangsäulen strahlen beide Lautsprecher auf den Campanoiden (patentierter geometrischer Körper, der die Schallwellen kugelförmig abstrahlt) zu. Dadurch wird der Direktschall fast vollständig eliminiert und es wird wie in der Natur, der indirekte Schall abgestrahlt. Auch hier gibt es, ebenfalls der Natur entsprechend, die erste Wellenfront und damit kein diffuses Schallfeld, das bei herkömmlichen, direkt abstrahlenden Systemen entsteht.

Wir erkennen, dass von der akustischen Seite her ein neues Denkmodell erforderlich ist, um das grundlegend Andere der Campaton Klangsäulen zu verstehen. Er bildet das akustische Geschehen weitestgehend authentisch ab. Unser Körper “versteht” diese Art der Schallemission und deutet sie als normal und natürlich. In der Wahrnehmung des Zuhörers entsteht ein akustisches Hologramm, eine Abbildung dessen, was akustisch räumlich vonstatten geht.

Für die Erkennung und Zuortung eines Musikinstrumentes im Orchester ist vor allem der Direktschall verantwortlich. Der Direktschall beträgt in der Natur jedoch nur 10-15 %, so auch bei den Klangsäulen. Die Klangeinsätze der Musikinstrumente sind sehr wichtig für ihre Erkennung. Bei vielen Musikinstrumenten und auch bei der Sprache besitzen die Klänge überhaupt keinen stationären Anteil, sie bestehen nur aus Ausgleichvorgängen (der stationäre Teil entspricht dem Direktschall). Bei tiefen Tönen ist das An- und Ausklingen relativ langsam. Schlag- und Zupfinstrumente klingen dagegen sehr schnell an und langsam aus. Diese Klangcharakteristika können von der Klangsäule präzise wiedergegeben werden.

Klang und Oberwellen

In diesem Raumklang bleibt erstmalig das gesamte Klangspektrum erhalten – alle Frequenzen mit ihren vielstimmigen Obertönen, alle Instrumente mit ihren jeweils eigenen Feinheiten, alle Färbungen und Nuancen der Stimme. Während ein Ton nur aus einer Frequenz besteht, kommen in der Natur nur Klänge vor: jeder Ton wird von vielen Obertönen begleitet, die die Klangfarbe prägen und ein komplexes Frequenzspektrum darstellen. Der Klang mit seinem vollständigen Oberwellenspektrum hat eine fundamentale Bedeutung für unser Wohlbefinden. Je weniger Obertöne wir reproduzieren können, ja ärmer das Oberwellenspektrum einzelner Klänge wird, desto abgegrenzter und flacher nehmen wir den Klang war, desto mehr fehlt uns an ursprünglicher Information, die für unser gesundes Hören so wichtig ist. Die Campaton Klangsäulen können das natürliche Klangspektrum fast vollständig und originalgetreu wiedergeben und kommen dem Schall der Natur damit so Nahe wie möglich.

Die Natur webt ununterbrochen einen Teppich aus obertonreichen und obertonärmeren Klängen und Geräuschen. Wir finden sehr dichte und weniger dichte akustische Orte.
Naturakustik mit ihrem Oberwellenreichtum ist für den Organismus eine absolute Bereicherung. Die Psyche reagiert darauf mit Wohlbefinden und Erholung.

Herzstück der Technologie – Der Campanoid

Wie wird diese spezielle Abstrahlcharakteristik erreicht?
Die Lautsprecher werden horizontal eingesetzt, um den Schall auf den exakt berechneten Campanoid zu lenken. Als gewünschter Nebeneffekt ergibt sich eine völlig gleichmäßige Einwirkung der Schwerkraft auf Membran und Spule, was zu absolut symmetrischer Belastung und damit zu einem besseren Klangbild und längerer Lebensdauer der Lautsprecher führt. Der Campanoid wird nach mathematischen Gleichungen, die die Uni in Leipzig entwickelt hat, mit einer Präzision bis in den Mikrometerbereich gefertigt, und exakt zu den Membranen positioniert. Die Geometrie des Bassreflexes und die Eigenschaften der Frequenzweiche werden ebenfalls auf das Genaueste berechnet und auf alle anderen Geometrien und Komponenten abgestimmt. Dieser sog. Campanoid ist das Herzstück des Systems. In dieser Schallkugel ist das gesamte Klangspektrum enthalten; alle Frequenzen mit ihren vielstimmigen Obertönen, alle Instrumente mit ihren besonderen Feinheiten, alle Nuancen der Stimmen. In der Natur gibt es nur Klänge, keinen Ton. Ein Ton ist nicht mehr als eine einzelne Frequenz. Ein Klang aber ist ein Frequenzspektrum. Die Oberwellen ergeben die Klang-Farbe. Je weniger Oberwellen in einem Klang enthalten sind, desto gestochener hören wir den Klang. Das aber wiederum ist nicht Natur. Die Natur nämlich ist stets komplex und bietet die größtmöglichen Informationen, was für die gesunde menschliche Wahrnehmung von höchster Bedeutung ist.

Freiheit des Hörens

Die stärkste Energie und damit auch der intensivste Erfahrungsraum ist immer im Hologramm zwischen den Säulen.
Und gleichzeitig habe ich die Freiheit des Hörens. Ich kann von jeder Stelle im Raum den vollen Klang geniessen. Mal vor der Bühne, mal auf der Bühne. Ich kann mich frei bewegen und bin nicht mehr fixiert auf das klassische Stereodreieck.

Natürliche Lautstärke

Schon bei sehr leisen Tönen und besonders in Sprachlautstärke kann man die Klangsäulen bestens geniessen. In diesem Bereich hat der gesunde Mensch die grösste Hörsensibilität. Durch das Hören über die Campaton Klangsäulen werden Sie feststellen, dass sich Ihr Hörempfinden und die Wahrnehmung von Signalen spürbar verbessert.

Wir beraten Sie gern.

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Naturschall